Informationen und Interessantes aus der LZ-Welt
LZ-Treffen in 2010
in 2010 wollen wir uns alle zwei Monate an jedem zweiten Freitag treffen und zwar im
Bei mir ehemals am Eifelplatz, jetzt Vorgebirgsstraße Ecke Loreleistraße!, Beginn 19 Uhr
nämlich am 8. Januar, 12. März, 14. Mai, 9. Juli, (abweichend!) 3. September und 12. November.
Gerechter Lohn? Klaus Trapps neues Buch
Ohne daß Du auch nur im entferntesten damit gerechnet hättest, steht plötzlich jemand bei Dir vor der Tür und eröffnet Dir, ein reicher Mann möchte sich dafür erkenntlich zeigen, dass Du ihm vor Jahren im Gebirge das Leben gerettet hättest. – So ähnlich beginnt die Erzählung von Klaus Trapp, die nun unter dem Titel „Grossmanns Belohnung“ erschienen ist. Jetzt geht es natürlich darum, die näheren Umstände zu klären, nachzuforschen, was eigentlich passiert ist damals, als Du angeblich Deine edle Tat vollbracht hast. Denn Du kannst Dich gar nicht recht daran erinnern. Und es geht darum, die Belohnung anzunehmen oder auch nicht. Grossmanns Leben, das bis dahin eher von trüber Spießbürgerlichkeit geprägt war, gerät nun ein wenig durcheinander. Vor allem weil sich auch andere eher halbseidene Gestalten offenbar um die Hinterlassenschaft des inzwischen verstorbenen Erblassers bemühen. Und das nicht eben in vornehmer Art und Weise. Auch sonst weiß man nicht recht, wer eigentlich welche Interessen verfolgt. Und dann liegt die Belohnung auch noch auf einem Schweizer Konto, das nur mühsam identifiziert und geöffnet werden kann.
Der Leser wird auf eine spannende Reise mitgenommen, die von Erinnerungen an die Umstände der damaligen Ereignisse zu den aktuellen Auswirkungen der Belohnung hin und her pendelt. Gelegentliche teils skurrile Exkurse geben der Reise ihre besondere, sternschnuppenartige Würze. Was für eine Belohnung darf Grossmann denn nun erwarten? Das ist die grundlegende Frage, die erst ganz zuletzt, wenn manche Mutmaßung angestachelt wurde, auf erstaunliche Art und Weise beantwortet wird.
Klaus Trapp, dem LZler der ersten Stunde, ist mit seiner Erzählung ein Stück Prosa gelungen, das sich allemal zu lesen lohnt. Nicht nur die Spannung, auch die sprachlichen Leckereien gilt es zu genießen. Und die ganzen einhundert Seiten kosten bei amazon oder im Buchhandel gerade mal 8,99 Euro.
Karl-Heinz Hense
LZ-Treffen am 30.11.2007
Hierzu ein Brief von Axel Lange:
Liebe LZ-ler und LZ-lerinnen,
als sich vor nun 30 Jahren das Liberales Zentrum in Köln so langsam aus der Eierschale befreite, konnte keiner ahnen, dass es mal eine kleine aber feine Geschichte in der innenpolitischen und in der kulturellen Kleinkunst Szene in Köln schreiben würde. Das öffentliche Programm fand von 1978 bis 1988 in den eigenen Räumen in der Roonstraße und dann im Bürgerhaus Stollwerk bis 1992 statt. Politische Diskussionen, Kunstausstellungen, Lesungen, Kleinkunst, Herausgabe von Schallplatten und Gedichtsbänden und nicht zu vergessen die Spielabende inklusive Leseecke und was wäre das alles schon gewesen, wenn nicht der Thekendienst diese Aktivitäten entsprechend getragen hätten. Eine Schar von um die Hundert Mitglieder haben durch ihr finanzielles Dazutun und konkretes Mitgestalten zu dieser erfolgreichen Episode im Kölner Kulturleben beigetragen. Die Namen derer, die in den LZ-Veranstaltungen auftraten, liest sich wie ein WHO IS WHO. Und zu alledem, es hat aus damaliger wie heutiger Sicht den Beteiligten Spaß gemacht.
Nun dies ist alles Vergangenheit und keiner will und kann das Rad zurück drehen.
Aber was ist nun aktuell passiert. Aufgrund der Initiative von Klaus und mir haben wir so einfach aus „Jucks und Dollerei“ ca. 30 dieser LZ-ler/ -innen angerufen und animiert sich mit uns zutreffen. Alle wollten sofort dabei sein, leider waren die Terminschwierigkeiten ein kleines Hindernis aber immerhin fanden sich 15 an der Zahl in der Gaststätte „Bei mir“ am Eifelplatz ohne Themenvorgabe und Tagesordnung ein. Auch, wenn man sich ab und zu schon mal gesehen hatte oder mehr oder weniger Kontakt hatte, so war es schon eine Freude und Beweis, dass es damals Spaß gemacht haben muss und dass wir ein gemeinsames Feeling in Sachen Politik und Kultur hatten. Unabhängig davon kann bestätigt werden, dass diese unsere Individualität eines einzelnen über die Jahre erhalten hat, ja es war amüsant, die Befindlichkeiten, aus Politik, Kultur und der Wirtschaft zu vernehmen. Es hätte bei etwas Strukturierung eine Vielzahl von Veranstaltungen bis hin zu konspirativen Sitzungen zur Antragvorbereitungen von Parteitagen werden könne.
Es war ein witziges unterhaltsamer Abend, man hat gelacht, hatte Zuhörer für sein Anliegen und konnte sich mitunter Lösungen für vorgestellte Probleme mit nach Hause nehmen, also einfach ein Erfolg, dieses Wiedersehen. Und eine Fortsetzung ist beschlossene Sache! Man muss dann Mal schauen was man dann mit dieser mittlerweile in die Jahre gekommen Women- und Men power macht.
Für die Kommunikation wäre es schön, wenn wir die E-Mail Adressen austauschen würden und das wir immer dann, wenn wir LZ-ler/ -innen treffen sie über diese Möglichkeit des Gedankenaustauschs informieren. Klaus Trapp hat eine Internetseite (= diese Seite) eingerichtet und im Gästebuch könnt ihr Euer Interesse für eine zukünftige Teilnahme kundtun. Oder Mail mal schön!
Bis dahin seid gegrüßt, mit den besten Wünschen für 2008!
Axel Lange
Nachtrag: Das nächste Treffen wird am 1. März 2008 stattfinden.
Widerspenstige Lieder
Karl-Heinz Hense und Gernot von Baer haben eine CD produziert mit Liedern, von denen man manche im LZ Köln hören konnte. Sie kostet 12 €.
1976 erschien die Schallplatte "Lieder der Freiheit", eingespielt von "Teddy & Micky". Hinter "Teddy" verbirgt sich der Stuttgarter Musiker und Volksliedforscher Gernot von Baer. - 1980 nahm Karl-Heinz Hense seine erste LP auf: "! lieder aus eigener schreibe". Von da an traten von Baer und Hense immer wieder gemeinsam auf. Zwei Alben dokumentieren diese Zusammenarbeit: 1982 die von insgesamt zehn Musikern und Musikerinnen eingespielte Doppel-LP " Demokratische Lieder" und 1984 die Scheibe "Würfelspiel" (bei beiden war der Gitarrist "Micky" alias Michael Schmid mit von der Partie).
Häufig waren die Platten sowie die Auftritte von Hense und von Baer verbunden mit der Arbeit der " Liberalen Zentren", der politisch-kulturellen Clubs vor allem in Stuttgart, Oldenburg, Karlsruhe und besonders Köln. Ihnen ist zu verdanken, dass die Lieder aufgenommen und vertrieben werden konnten. Und so verschieden die Schallplatten auch sein mögen, so unterschiedlich ihre musikalischen Arrangements und persönlichen Aussagen auch sind: sie haben immer zu tun mit dem, was Teddy und Micky 1976 die " radikal-liberal und radikal-demokratische Tradition" genannt haben. Bis heute fühlen sich Hense und von Baer dieser wohl schwierigen Tradition verbunden.
Die hier vorliegende CD versammelt 18 Titel aus den drei Alben "Lieder aus eigener Schreibe", " Demokratische Lieder " und
"Würfelspiel". Sie stellen einen Querschnitt dae aus den insgesamt etwa einhundert Liedern, die Hense und von Baer vor allem in den achtziger Jahren entweder selbst geschrieben oder bearbeitet haben. Einige der nicht auf Schallplatten erschienen Liedern finden sich auch in dem Liederbuch " Was sind das für Zeiten", das Karl-Heinz Hense 1990 im Magenta-Verlag veröffentlicht hat.
Auch wenn das Interesse an solchen Liedern vor allem nostalgischer Natur zu sein scheint, kann man den Texten ihr grundsätzliches Anliegen abgewinnen und feststellen, dass einiges auch heute noch - oder heute schon wieder - aktuell ist. Insofern sind die Anliegen der beiden Musiker keineswegs "verjährt".
Bestellungen an: Karl-Heinz Hense, Schönforster Straße 12, 52156 Monschau
Für weitere Informationen schreiben Sie an Gernot von Bear oder Gerlinde Niehus.
Zum Prozess JungdemokratInnen/Junge Linke gegen den RPJ-Ausschluss
Oberlandesgericht bestätigt die Rechtswidrigkeit des Ausschlusses der JD/JL aus dem Ring politischer Jugend (RPJ)
Am Donnerstag, dem 23.3.2006, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) die Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf bestätigt, dass die Satzungsänderung der Parteijugendverbände, mit dem die JD/JL aus dem RPJ ausgeschlossen werden sollten, rechtswidrig ist.
Junge Union, Jusos, Julis und Junge Grüne hatten vor zwei Jahren die Satzung des RPJ geändert. Demnach sollten nur noch Parteijugendverbände Mitglied des RPJ sein dürfen. Ein parteiunabhängiger Jugendverband wie die JD/JL wäre damit von der öffentlichen Förderung durch das Land NRW ausgeschlossen worden.
Der Vorsitzende Richter des OLG hatte zu Beginn der Sitzung festgestellt, dass das Urteil des Landgerichtes nicht zu beanstanden sei. Hier war festgestellt worden, dass die Satzungsänderung rechtswidrig war. Die Parteijugendverbände stellten allerdings in Frage, ob die JD/JL tatsächlich die in der Satzung des RPJ vorgeschriebene Mindestzahl von 1500 Mitgliedern haben. Ein von den JD/JL vorgelegtes Testat eines Notars reichte den Parteijugendverbänden nicht aus. Ein von ihnen benannter Notar muss nun erneut feststellen, dass die JD/JL mehr als 1500 Mitglieder haben.
Mehr unter www.jungdemokatinnen.de